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DE TIJD IS DAAR...

DIE ZEIT IST DA...

LICHT ÜBER TIBET

Im Original befindet

sich hier die

Abbildung einer

brennenden

Weltkugel mit Tibet

im Zentrum

2

ÜBERSETZT AUS DEM NIEDERLÄNDISCHEN

URSPRÜNGLICHER TITEL:

LICHT OVER TIBET

ERSTE NIEDERLÄNDISCHE AUSGABE 1951

scanned & proofread by M.T.

Dieses E-Book ist nicht zum Verkauf bestimmt!

NÄHERE AUFKLÄRUNGEN WERDEN AUF ANFRAGEN GERN ERTEILT

DURCH DIE

INTERNATIONALE SCHULE DES ROSENKREUZES

LECTORIUM ROSICRUCIANUM

HAARLEM - NIEDERLANDE

BAKENESSERGRACHT 11-15

3

1. LICHT ÜBER TIBET

Der Einfall einer chinesischen Armee in Tibet im Jahre 1950 gibt

uns Veranlassung, zu Ihnen über dieses geheimnisvolle Land zu

sprechen, besonders über die Ereignisse, die sich dort in der nächsten

Zukunft abspielen werden. Das Verhalten Tibets zu der übrigen Welt

wird Ihr ganzes Interesse in Anspruch nehmen, auch bezüglich des

Platzes, den es dadurch in der kommenden Entwicklung einnehmen

wird.

China, seinen gegenwärtigen Zustand, seine Macht und seine

Zukunft werden wir mit keinem Wort in Anspruch nehmen. Welche

politischen Motive China dazu gebracht haben, in Tibet einzufallen,

wer und was dort auf dem gewöhnlichen Lebensfelde dahinter steht,

soll unbesprochen bleiben. Der Ausgangspunkt unserer Auseinandersetzung

ist ausschließlich die Tatsache, daß im Zuge des

verhängnisvollen Ausgangs des großen Weltendramas, den kein

Mensch wird verhüten können, eine chinesische Armee in Tibet

eingefallen ist. Dieses Ereignis wird zur Folge haben:

·  daß der Schleier eines großen Geheimnisses gehoben werden

wird, der Jahrhunderte lang über ganz Tibet ausgebreitet war;

·  daß einer riesigen Weltmacht, sehr besonderer Art, ein Ende

gemacht werden wird;

·  und daß eine Folge merkwürdigster Ereignisse zur Entwicklung

kommen werden, die in der ganzen Welt bemerkt

und in mehr als einem Sinne erfahren werden.

Im Spiel der dialektischen, d.h. zur irdischen Naturordnung

gehörenden Dinge, werden alle Rassen, Völker und Individuen

4

gegeneinander ausgespielt. Die Folgen hiervon sind aber, den

Motiven nach zu urteilen, deretwegen man einander bekämpft und

nachstellt. zumeist ganz andere, als man erwartet. Die Ursache dieses

Faktums besteht darin, daß politische Motive und Handlungen nur

sehr indirekte und nebensächliche Aspekte der großen Richtlinien

sind, nach denen sich die großen Weltgeschehnisse vollziehen.

Hinter den Ereignissen stehen ganz andere Mächte. Es wird ein ganz

anderer Kampf geführt, der aber meistens der Aufmerksamkeit der

gewöhnlichen Menschheit entgeht.

In Verbindung mit dem großen Weltumsturz, der sich kosmisch,

atmosphärisch und geistig zu vollziehen beginnt und auf dessen

Aspekte wir schon jahrelang Ihre Aufmerksamkeit gelenkt haben, ist

es notwendig, Aufklärung darüber zu geben, was Tibet in

Wirklichkeit ist, was sich dort abspielt und was die Zukunft

diesbezüglich bringen wird.

Zur Einleitung führen wir einige allgemeine Besonderheiten an,

die Ihnen vielleicht bekannt sind, deren Auffrischung jedoch in

diesem Zusammenhang nützlich sein kann.

Tibet ist der Name eines ausgedehnten Hochlandes in Zentralasien,

das zwischen dem 27. und 39. Breitengrad liegt. Diese letztere

Tatsache ist besonders bemerkenswert, weil Tibet, wie sich bald

zeigen wird, durch diese geographische Lage die ganze Welt

kontrollieren kann, umsomehr, als zwischen dem 20.° und 50.° n. Br.

praktisch der größte Teil der Weltbevölkerung wohnt.

Tibet nimmt die größte und höchste Hochebene der Welt ein.

Darum wird es wohl auch das „Dach der Welt" genannt. Hohe

Gebirge begrenzen es von allen Seiten, von denen das Himalaya-

Gebirge, das sich längs der Südgrenze erstreckt, das bekannteste ist.

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Die Bevölkerung mongolisch und gehört zu den allerältesten

Rassen der Erde. Hierdurch ist ihnen eine naturreligiöse Gesinnung

eigen, sowie eine Anlage für naturreligiöse Magie, in der noch das

alte Atlantis spricht. Auf dieser Grundlage hat sich nun der

Lamaismus entwickelt. Der Lamaismus ist eine durch und durch

dialektische Entstellung des ursprünglichen Buddhismus, die sich mit

Tausenden von Klöstern und Millionen Priestern in Tibet eingenistet

hat. Ein Drittel der männlichen Bevölkerung Tibets gehört zu diesen

Priesterscharen, als deren symbolisches Haupt der Dalai-Lama

auftritt.

Der Lamaismus ist eine Priesterherrschaft (Lama bedeutet:

Priester). Der bedeutendste Orden ist der der „Gelbmützen". Diese

bilden eine amtliche priesterliche Hierarchie und be herrschen

gänzlich das weltlich-politische Leben ihres Landes, und weit

darüber hinaus, wie der Leser sehen wird. Diese „Gelbmützen" leben

im Zölibat und stehen unter einem sehr strengen hierarchischen

Gesetz, wobei noch als eines der äußeren Merkmale ein sehr strenges

magisches Gebetsleben genannt werden muß.

Die Leiter oder Oberpriester der Klöster bilden tatsächlich

zusammen einen besonderen Orden. Der Tod bringt für sie keine

Schwächung der Macht und des Einflusses, weil sie sich unmittelbar

wieder inkarnieren. Die Reinkarnation wird im voraus angekündigt,

die Eltern und der Wohnort werden ange wiesen und alle Maßregeln

getroffen, um Irrtümer auszuschließen. Dies erklärt die

Tatsache, daß die Priore vieler Klöster noch Kinder sind. Der Vorteil

dieser Regelung für die Beständigkeit der Machtausübung springt

deutlich in die Augen.

Der Orden der Hauptpriester besitzt ein regierendes Kollegium,

das die eigentliche Macht ausübt, und darüber ein Zweimänner-

Kollegium:

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den Dalai Lama in Lhassa

und den Tescho Lama, in Taschi-Lhumpo.

Diese müssen ein betrachtendes, meditierendes Leben führen. Sie

treten auf als Halbgötter, werden als solche verehrt und angebetet

und sind die direkten Vertreter der lamaistischen Hierarchie.

Von diesen beiden Oberhäuptern ist der Tescho-Lama der

mächtigste und geheimnisvollste. Der Dalai-Lama ist mehr derjenige,

welcher in die Öffentlichkeit tritt und dadurch die Aufmerksamkeit

auf sich lenkt. Der Tescho-Lama wirkt im Verborgenen, er ist der

wirkliche, große Herrscher des Daches der Welt.

Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgangen sein, daß eine

sehr große Übereinstimmung besteht zwischen dem Lamaismus und

dem römischen Katholizismus; ja, daß es keinen Unterschied in der

Wesensart beider hierarchischen Systeme gibt. Auf der einen Seite

der Tescho-Lama mit seinem Kollegium der Oberpriester, den

Tschutuktu, und auf der anderen Seite der Papst mit seinem

Kollegium von Oberpriestern, den Kardinälen. In der Tat. es besteht

kein Unterschied. Es ist kein Unterschied in der Zielsetzung, und

auch viele Methoden sind völlig gleich in Art und Anwendung.

Der einzige wesentliche Unterschied besteht in der Weise, wie die

höchste und größte Machtbildung angestrebt wird:

Der Lamaismus macht zu diesem Zwecke Gebrauch von der

Methode der Konzentration, vom Konzentrieren der Macht auf einen

Punkt. Darum kann das Dach der Welt als die mächtigste Festung der

dialektischen Mächte bezeichnet werden.

Der römische Katholizismus praktiziert die Methode der

Durchdringung, die ständige Ausbreitung der Macht durch die

Eroberung der Seelen.

7

Zwischen den beiden Hierarchien gab es früher keinen Frieden,

aus welchem Grunde eine Invasion von Missionaren in Tibet geplant

wurde, wenn auch ohne Erfolg. Weder die römisch-katholische

Mission, noch die Entsendung von protestantischen Missionaren hat

in Tibet auch nur den geringsten Erfolg gehabt, denn nahezu allen

Missionaren blieb es versagt, in Tibet einzudringen, und in den

einzelnen Fällen, in denen man darin Glück hatte, war nicht der

geringste Erfolg zu verzeichnen.

Der Friede scheint nun jedoch unterzeichnet zu sein, nach der

Tatsache zu urteilen, daß bei der internationalen Gebetswoche,

ausgeschrieben durch den römischen Katholizismus — eine Methode

übrigens, die von den östlichen Kollegen übernommen wurde — mit

keinem Wort vom Lamaismus gesprochen wurde.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß es noch eine Anzahl

konkurrierender Hierarchien kleineren Formats gibt, wie die des

Islam, des Hinduismus, der anglikanischen Kirche und viele kleinere

Gruppen aus dem zersplitterten Protestantismus.

Es wird zwischen den zwei größten Hierarchien eine Art von

status quo gehandhabt. Rom hat das Seine getan, um die wahre

Kenntnis von Tibet vom Westen fernzuhalten, so daß vom wahren

Wesen Tibets im Westen nichts bekamt ist; dadurch konnte die

westliche Version und Auslegung des Christentums die Führung

behalten. Taschi-Lhumpo hingegen ist nur auf wirkliche Macht

bedacht, eine Zielstrebigkeit, wobei der Faktor des Unbekanntseins

bewußt genutzt wird, so daß die Haltung Roms in dieser Hinsicht am

Ende als ein großer Vorteil für Taschi-Lhumpo angesehen werden

muß.

Es möge dem Leser deutlich sein, daß, wenn wir gegen die

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Erscheinung des Lamaismus Stellung nehmen, dies nicht im

mindesten gegen die Tibetaner als Menschen gerichtet ist. Wir

verurteilen Kraft unserer Sendung nur das System der naturreligiösen

Magie, das durch den Lamaismus angewandt wird. Infolge

ihres natürlichen Bedürfnisses nach Religion, sind die Tibetaner

selbst auch das Opfer davon geworden.

So stehen wir, wenn wir gegen den römischen Katholizismus

Stellung nehmen, lediglich dem magisch-religiösen System, nicht

aber dem religiösen Menschen gegenüber, der sich mit dem

römischen Katholizismus verbunden hat.

Ehe wir dieses erste Kapitel beenden, müssen wir nun der vollen

Wahrheit über Tibet gerecht werden.

Es gibt ein wirkliches Universelles Christentum. Aber dieses

Universelle Christentum hat nichts zu tun und ist in nichts zu

vergleichen mit dem offiziellen Kirchen-Christentum. Letzteres ist

nur ein abendländisches Surrogat, das der Wahrheit, in bezug auf das

Universelle Christentum, Gewalt antut, und dieses einzwängt in die

Zwangsjacke rein irdischer Motive und Absichten. So hat man auch

im Lamaismus aus dem ursprünglichen Universellen Buddhismus

eine naturmagische, morgenländische Karikatur gemacht, wobei man

irreführend vom nördlichen Buddhismus spricht.

Auf dem Dach der Welt ist aber noch eine andere Bruderschaft

wirksam, eine Bruderschaft, die an vielen anderen Plätzen dieser

Welt ihre Niederlassungen besitzt und mit allen ihren Verzweigungen

verbunden ist: in Einheit, Freiheit und Liebe. Es ist eine

Bruderschaft, die nur eine Hierarchie anerkennt, nämlich die

göttliche Hierarchie des Ursprünglichen Reiches, des Königreiches,

das nicht von dieser Welt ist. Sie hat nur ein Ziel: die ganze gefallene

Menschheit von dem Wahn und der Täuschung zu befreien, die sie in

Schmerz und Leiden an diese

9

Welt gebunden haben, und sie in das ursprüngliche Reich, in das

Unbewegliche Königreich zurückzuführen. Es ist eine wahrhafte

Johanniter-Bruderschaft, eine Gruppe von Zeugen, die, mit

unterschiedlichen Terminologien, sich dem Lande, seinen Sitten und

Gebräuchen anpassend, ihren Ruf, „die Pfade des Herrn recht zu

machen, da das Himmelreich nahe herbeigekommen ist" erklingen

ließ und erklingen läßt an die irrende Menschheit.

Soweit diese Gruppe in ihrer tibetanisch-morgenländischen

Sektion auftrat und auftritt, war und ist sie umgeben und verschleiert

durch viele Erzählungen, Mythen und Legenden, durch ganze und

halbe Unwahrheiten, die sämtlich, zurückge wiesen werden müssen.

Auch gegenwärtig ist eine Gruppe dieser Bruderschaft von Zeugen

im Osten wirksam. Um jeder Spekulation über die heutige Tätigkeit

der Bruderschaft zuvorzukommen, teilen wir Ihnen etwas aus der

Vergangenheit mit, so wie dies in allen Universellen Schriften

bestätigt wird.

In der Pagode von Pi-yun-ti bei Peking befindet sich ein Saal mit

fünfhundert Statuen, die die fünfhundert Lohan darstellen. Es sind

buddha-artige Figuren, mit einem spirituellen Lächeln im Antlitz,

Liebe ausstrahlend.

Ein Lohan ist ein Wirkender im Dienste des Universellen Lebens,

ein Diener erhabener Art. Ungefähr ein Jahrhundert vor unserer

christlichen Zeitrechnung kam eine Gruppe von ungefähr hundert

Lohan, die natürlich nicht alle den gleichen Entwicklungsstrahl

erreicht hatten, irgendwo in China zusammen. Sie waren wegen der

schrecklichen Verfolgungen, denen auch die Buddhisten ausgesetzt

waren, aus ihrem Lande Indien geflohen. Sie waren geflüchtet, weil

sie folgendes gelobt hatten:

1. keine Rache zu nehmen;

2. sich in keinen Streit zu verwickeln;

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3. weiter zu wirken, da ihre Aufgabe noch nicht vollendet

war.

Sie waren die Nachfolger vieler früheren Lohan und, wie diese,

Schüler des Tatagata, des Vollkommenen, und sie wurden, wie alle

Lohan, wegen ihrer Fähigkeiten im Singen und Sprechen von

Mantrams mit magischem Erfolg, die Süßstimmigen genannt.

Das Sprechen oder Singen eines Mantrams ist keine Gebetshandlung.

Fin Mantram ist ein magischer Satz, und, falls es ein

ursprünglicher göttlicher Mantram ist, wird der durch das Singen

erweckte Rhythmus:

sich mit dem ursprünglichen Gesetz der göttlichen Ursachen

verbinden;

sich dabei ganz und gar auf die Qualität, den Willen und die Taten

des Sängers, des Lohan, stützen, der wohl in der Welt, aber nicht von

der Welt ist.

Die Mantrams, welche die Lohan sangen, wurden als süße

Gesänge, als herrliche göttliche Kraft, über die Welt ausge strahlt, als

die Antwort der Liebe an ihre blutdürstigen Feinde, zum Heil für die

ganze Menschheit, für jene, welche den wahren Pfad, den Weg

zurück in das Ursprüngliche Vaterland, suchten.

So predigten sie in magischer Tat das eine gute Gesetz. Sie stritten

nicht, sie nahmen keine Rache, sie wirkten so lange ihre Aufgabe

noch nicht beendig: war. Sie sangen die Gesänge der wahren Götter.

Dieser Magie der Lohan nun, die angewandt wurde und wird in

der großen Erlösungsarbeit für die gefallene Menschheit, hat sich der

Lamaismus in einer widerlichen Nachahmung, der Naturmagie,

bemächtigt, um Welt und Menschheit in Fesseln zu schlagen.

11

2. DER MAGISCHE GRIFF TIBETS

NACH DER MENSCHHEIT

Unsere dialektische Naturordnung offenbart sich siebenfältig, und

dementsprechend gibt es sieben Aggregatzustände, sieben Stufen der

Offenbarung im dialektischen Feld.

Feste Stoffe können umgewandelt werden in flüssige, flüssige

Stoffe in Gase, Gase in chemische Äther, chemische Äther in

Lebensäther, Lebensäther in Lichtäther und letztere schließlich in

sogenannte widerspiegelnde Äther.

Dieser widerspiegelnde Äther ist die reine Ursubstanz, der Urstoff

oder die kosmische Wurzelsubstanz. Alle darunter liegenden Offenbarungsstufen,

bis zu den festen Stoffen unseres unmittelbaren

Lebensfeldes, sind Verbindungen des widerspiegelnden Äthers, die

durch unsere Bewußtseinstätigkeiten zustande kommen. Der Zustand

und die Qualität des menschlichen Bewußtseins bestimmen also den

siebenfältigen Prozeß der Umwandlung von Kraft in Stoff von

Ursubstanz in stoffliche Formen, sowie deren sämtliche Zwischenstufen.

Weil das menschliche Bewußtsem mit seinem Sinnes- und

Denkvermögen, seinem Willens- und Gefühlswesen in eine

bestimmte Form eingeschlossen ist und sich in einer zeiträumlichen

Welt aufhält, befindet es sich bereits dadurch in einer Zwangslage: es

muß ansehen, was sich vor seinen Augen befindet und mit dem

arbeiten, was es sieht; es ist an die prozeßmäßige, siebenfältige

Offenbarung der Dialektik gekettet.

Gesetzt den Fall, daß ein Mensch sich in dieser Welt wiederfindet

als jemand, der Schmerz erleidet, sich in Not befindet; nicht durch

körperliche Pein oder den gewöhnlichen Kampf ums Dasein, auch

nicht des gewöhnlichen überspitzten Indivi-

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dualismus wegen, durch den die Menschen sich feindselig

gegenüberstehen und einander Leid bereiten, sondern als Folge der

Tatsache, daß er sich in dieser Welt als Fremdling fühlt, als jemand,

der hier nicht hergehört und daher den Schmers des Suchens erfährt,

was an sich schon eine Gnade ist. Ein solcher Schmerz wird dadurch

verursacht, daß in seinem Bewußtsein etwas erwacht ist, was dem

siebenfältigen dialektischen Prozeß fundamental fremd gegenübersteht;

anderseits beginnt er zu entdecken, daß man sieh als ,,Ich", als

Sonderwesen, dem alchimischen Naturprozeß nicht entziehen kann

und daß man auch über einen gangbaren Weg zur Erlösung nichts

weiß, sondern automatisch in die Kettenreaktion der endlosen Folge

von Ursache und Wirkung der dialektischen Transmutation aufgenommen

ist.

Der Mensch ist nicht in der Lage, in Freiheit den ursubstantiellen

widerspiegelnden Äther zu gebrauchen, um auf der siebenten Stufe

des Offenbarungsprozesses zu einer sehr indivi duellen Formoffenbarung

zu kommen. Unser Denken ist ein Klischeedenken, genau wie

unser Wollen, unser Verlangen und unser Handeln Klischee-

Tätigkeiten sind. Sie wirken tatsächlich voll automatisch, gemäß der

Menschenart, zu der wir gehören. Sie wirken gemäß dem natürlichen

Blutsdrang, in Übereinstimmung mit unserem Rassentypus, nach der

Art unseres Volkes und unserer Familie. Sobald wir uns dagegen zur

Wehr setzen und bewußt und absichtlich anders handeln würden,

müßten wir dem siebenfältigen alchimischen System, an das wir ja

gebunden sind, Gewalt antun. Es würde Schaden erleiden; es würde

sich eine Gegennatur, ein Spannungsfeld von Gegenkräften bilden

und unsere Daseinsform würde zusammenbrechen.

So verwandelt sich Leben in Tod und Tod wieder in Leben. So

ketten wir uns durch unseren Widerstand selbst an das Rad und

halten seine Drehungen im Gange.

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Wenn der Leser nun sich diese Lage — die auch die seine ist —

vorstellen kann, dann kann in ihm die Frage aufsteigen: ,,Was tun

nun die Lohan der Johanniter-Bruderschaft ?"

Sie singen die süßen Gesänge des Tatagata, d.h. sie strahlen durch

diese mantramistischen Gesänge eine Liebesstrahlung, eine Liebeskraft

aus, die diejenigen, die dafür noch empfänglich sind, zu

Suchern und zu Fremdlingen in dieser Welt macht. Diese Strahlung

dringt durch den aurischen Panzer, unseren karmischen Erbträger, in

das Atemfeld und vibriert dann von Zeit zu Zeit innerhalb der

Persönlichkeit. Mittels dieser universellen Lichtberührung, die,

beachten Sie es wohl, dem siebenfältigen alchimischen Prozeß der

Natur nicht schadet, werden solche Menschen am Ende die

Geistesschule finden.

Die Geistesschule ist ein Kraftfeld, ein Strahlungsfeld, das, in

vollkommenem Gleichgewicht mit seinem geistigen Zustand, durch

den Orden der Lohan präpariert und geladen ist. Wenn nun der

Sucher, nach seiner Zeit der Fremdlingsschaft, den Weg zur

Geistesschule gefunden hat, empfängt und vernimmt er wieder auf

eine andere Weise die Gesänge der Lohan. Die äußeren Lehren der

Geistesschule sind — vorausgesetzt, daß diese gut verstanden werden

und auch die Bereitschaft, diese zu verwi rklichen, gegeben ist — von

einem neuen Prozess begleitet, einer zweiten Berührung der Gnosis,

welche nunmehr im Blute Gestalt annimmt und damit eine Grundlage

in der grobstofflichen Form erhält.

Wie ist das bei dem so gefängnisartigen alchimischen Naturprozeß

möglich? Falls diese Frage bei Ihnen auftauchen würde,

denken Sie dann an das, was wir über den mantramistischen Gesang

der Lohan gesagt haben:

Ein Mantram ist kein Gebet, sondern ein magischer Anruf, dessen

erweckter Rhythmus sich mit dem ursprünglichen Gesetz

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der göttlichen Ursachen verbindet und sich dabei ganz und gar stützt

auf die Qualität, das Wollen und die Taten des Sängers, der wohl in

der Welt, aber nicht von dieser Welt ist. Das Strahlungsfeld der

Geistesschule wird auf diese Weise von den Lohan unterhalten. In

diesem Felde finden wir also, neben einem dialektischen Zustand, der

so rein wie irgend möglich ist, etwas von einem Zustande, der nicht

im geringsten aus dieser Natur zu erklären ist und in einer Dosierung,

in einer Vibration, die den Prozeß der gewöhnlichen Natur nicht

katastrophal berührt.

Wenn der Kandidat nun zur Geistesschule kommt, das richtige

Verständnis zeigt, ein Bereitsein zur selbstbefreienden Tat — denn

das ist Vorbedingung —, dann beginnt er in dem also präparierten

Kraftfeld zu atmen und sein Blut atemtechnisch damit zu verbinden,

wodurch wiederum seine blutbildenden Organe und seine innere

Sekretion sich zu verändern beginnen.

Was hat der Orden der Lohan mithin getan ?

Er hat sich durch seine göttlich-magische Tätigkeit mit dem

ursprünglichen Gesetz der göttlichen Ursachen verbunden, d.h., sich

der reinen Ursubstanz des widerspiegelnden Äthers bedient und

durch seine magisch-mentale Tätigkeit — ganz durchdrungen von

dem Wissen, was wir in unserem Zustand in der Geistesschule

benötigen — für uns, Naturgefangene, eine neue Kettenreaktion, eine

neue Folge von Kräfteverbindungen, eine neue siebenfältige Stufe

aufwärts entstehen lassen. Diese wird, vorausgesetzt, daß wir

Verständnis und Bereitschaft zeigen, in unserem Blute Gestalt

annehmen und schließlich aus jeder Faser unserer Persönlichkeit

sprechen.

Folglich kann durch dieses Gnadenwerk der göttlichen Bruderschaft

bereits im Beginn der Schülerschaft — vorausge setzt, wie

gesagt, daß Verständnis und Bereitschaft vorhanden

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sind der Kandidat an der „neuen Ätherbahn" teilhaben, sei es

vorläufig auch nur in einem sehr elementaren Stadium. Dieser neue

Zustand bildet jedoch die unentbehrliche Basis für die weitere

Entwicklung des Kandidaten. Ist diese Basis nicht vorhanden, dann

hat die Verbindung mit der Geistesschule nur den Nutzen, daß es zu

einer kräftigen Einätzung im aurischen Wesen kommt, wodurch der

Mikrokosmos sich in einer folgenden Verkörperung der erworbenen

Erfahrungen erinnern wird. Was sind nun die Folgen für den

betreffenden Menschen, wenn die besprochene elementare geistige

Blutsbindung mit dem Orden der Lohan stattgefunden hat? Die eine

und ausschließliche Folge ist: „das Stillewerden vor Gott", d.h., der

Kandidat wird mit seinem dialektischen Treiben aufhören und das

Lebensrad auf den toten Punkt zu bringen trachten, damit, wenn

dadurch eine gewisse Vollständigkeit der Blutsoffenbarung erreicht

ist, das neue Schlangenfeuer, das neue Bewußtseinsfeuer, geboren

werden kann. Die Gesänge der Lohan, die göttliche Kräftevibration

dieser Erhabenen, lassen dann ein neues Ich, den inneren Christus, im

Kandidaten zur Geburt kommen, mit all den damit verbundenen

transfiguristischen Folgen.

Wenn wir dies alles nun überschauen, wenn wir die Größe und

Erhabenheit dieser Befreiungsarbeit einigermaßen ergründen können

und etwas von der unermeßlichen Liebe erfassen, die diese Arbeit

trägt und führt, dann fragen wir aufs neue:

Was tut nun die lamaistische Magie in ihrer widerlichen Nachahmung

der süßen Gesänge der Lohan ? Laßt uns versuchen, dies zu

begreifen, da für die Ernte, die eingebracht werden muß, so sehr viel

davon abhängt.

Wir kommen nun ganz und gar auf das Gebiet der irdischen

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Magie, der Naturmagie. Kurz, formuliert setzt sich diese zum Ziel:

1. die Instandhaltung dieser ungöttlichen, irdischen Natur;

2. die Kultivierung dieser Natur.

Warum klammert sich diese Magie mit allem, was sie ist und hat,

an diesem Ziel fest? Weil sie besteht und existiert aus den siebenfältigen

Verbindungsreihen, den sieben Aggregatzuständen der

Umsetzung von Kraft in Stoff dieser dialektischen Natur.

Ein Mensch, der verbrecherisch geworden ist, muß in seiner

verbrecherischen Tätigkeit fortfahren, um den Folgen derselben zu

entgehen. Dies ist auch eine Art Kettenreaktion: die eine Tat macht

die andere notwendig. Wenn der Mensch in Unwissenheit gefangen

und, ganz unbewußt, an das Lebensrad der Unheiligkeit gefesselt ist,

kann da Erbarmen, Mitleid und helfende Liebe sein. Doch wenn sich

ein Mensch magische Kenntnisse erworben hat, den siebenfältigen

alchimischen Naturprozeß kennt und gelernt hat, seine Geheimnisse

zu ergründen und dieses Wissen nun zur Instandhaltung der Natur

gebraucht, lädt er eine ungeheure Verantwortung auf sich, denn er

vergewaltigt, durchkreuzt und sabotiert die Erlösungsversuche der

göttlichen Bruderschaft, deren Berufung es ist, die gefallene

Menschheit in das verlorene Vaterland, das Königreich Gottes,

zurückzuführen. Obendrein lädt er eine große Schuld auf sich, denn

das Wesen der Dialektik, das Wesen der Welt, in der wir hier

bestehen, bedeutet Selbstbehauptung auf Kosten anderer. Das ist das

Schicksal dieser Weltordnung. Darum klammert sich der Naturmagier

krampfhaft an seinem Ziel fest. Da das Erreichen seines

Zieles aus der Selbstbehauptung entsteht, schleppt er die Millionenmasse

der Menschheit in seinem unheiligen Wirken mit.

Höret darum!

Auf der tibetanischen Hochebene hat sich eine mächtige

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dialektische Bruderschaft konzentriert. Diese Bruderschaft verfügt

über Tausende von ihr errichtete Brennpunkte (Kloster) und über

Millionen von Priestern, die ihre magischen Riten zelebrieren und

ausführen.

Diese Bruderschaft handelt nach einem gewaltigen Plan und übt

ihren Einfluß bis in die fernsten Schlupfwinkel dieser Welt aus. Sie

ist vollständig auf dem laufenden über alles, was in dieser Welt

geschieht. Nichts entgeht ihrer Aufmerksamkeit.

Gleichwohl befindet sich in dieser gewaltigen Rührigkeit ein

fundamentaler schwacher Punkt, nämlich, daß sie gar nichts gegen

die liebevolle Arbeit der Johanniter-Bruderschatt, gegen die

mantrischen Lieder des Ordens der Lohan vermag. Wer im Lichte

dieser Bruderschaft steht, ist unantastbar. Wer dieses Licht finden

will, geht den Weg der Überwindung. Die Johanniter-Bruderschaft

entzieht sich allem Gewühl der Natur:

1. weil sie keine Rache nimmt;

2. weil sie sich auf keinerlei Streit einläßt;

3. weil ihre Aufgabe nicht beendet sein wird, ehe nicht der letzte

Mensch, der gerettet werden kann, in der Tat in Sicherheit ist.

Wir sprechen über dies alles nicht, um eine gewisse Alarmstimmung

zu erzeugen, sondern, im leuchtenden Bollwerk Christi

stehend, wollen wir Sie, Leser, aufklaren, damit Sie, in positivem

Sinne reagierend, bald die Freiheit kennenlernen mögen, wenn Sie, in

Verständnis und Bereitschaft, im Kraftfeld der Lohan atmen werden.

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3. DIE LAMAISTISCHE METHODE DER

WELTBEHERRSCHUNG

Wir werden Ihnen nunmehr weitere Aufschlüsse über die Methode

der Weltbeherrschung; geben, die von der lamaistischen Bruderschaft

in Tibet angewandt wird.

Dabei ist es gut, zunächst zu versuchen, einen allgemeinen

Eindruck von dieser Bruderschaft zu bekommen. Dazu ist es jedoch

nicht notwendig, nach Tibet zu reisen, denn durch die Anwendung

des Gesetzes der Analogie können wir ohne Zweifel ein ziemlich

genaues, allgemeines Bild erhalten. Auch im Westen kennen wir

naturreligiöse Bruderschaften, welche über Tausende von Brennpunkten

und Millionen Priester verfügen, die magische Riten

zelebrieren und ausüben. Das allgemeine Bild, das wir aus ihrem

Verhalten bekommen, weist die ganze Farbenskala von weißer,

grauer und schwarzer Magie auf.

Nun ist es für den Menschen dieser Natur bezeichnend, daß er

kraft seines Daseins der Natur dient, der Natur dienen muss, ganz

gleich, ob er auf der Seite des Guten steht, oder des Bösen, oder in

einem Gemisch von beiden. Wenn wir den Menschen aufmerksam

studieren, entdecken wir, wo immer auch der Schwerpunkt bei ihm

liegen möge, daß dieses Gemisch von Gut und Böse, sei es auch noch

so sehr verborgen, immer vorhanden ist. Es ist dieses eine

fundamentale biologische Notwendigkeit, ein Naturgesetz, das

Paulus in Worte kleidete, als er sagte: „Das Gute, das ich will, das

tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich." Der

Kampf um das Gute in der Natur entwickelt sich durch den

natürlichen Gegensatz des Bösen; es ist dieses wohl eine der

grausamsten Wirklichkeiten in der Dialektik. Wohl versucht man

diese Tatsache hinter Phrasen und Auseinandersetzungen zu

verbergen, doch

19

kann niemand gut sein ohne das Böse, und umgekehrt hat selbst die

verbrecherischste Entität Neigungen und Eigenschaften des Guten.

Wer dieses in Oberflächlichkeit leugnen wollte, gedenke des Wortes

Christi: ,,Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein."

Selbst in der Humanität ist eines der kräftigsten Elemente der

Selbstsucht vorhanden: die Selbstbehauptung. Die Selbstbehauptung

geht alle Wege, von weiß bis schwarz. Wir werden es Ihnen

beweisen.

Es gibt in Tibet eine Gruppe, die sich, obwohl vollständig

erdgerichtet, nach Shamballa benennt. Es ist dieses eine fundamentale

Irreführung, genau wie bei uns sich manche naturreligiösen

Vereinigungen nach Christus benennen.

Diese tibetanische Gruppe von Shamballa hält dann und wann

vierzehntägige Zusammenkünfte ab. Man könnte diese auch als

mehrtägige Gebetsperioden bezeichnen, wie diese wohl auch im

Westen vorkommen. Während dieser Zusammenkünfte werden

Gedanken der Liebe und der dialektischen Güte in mancherlei

Schattierungen über die ganze Welt ausgesandt. Das Ganze hat

jedoch nicht mehr Sinn, als ein Versuch, mit einem Eimerchen das

Meer ausschöpfen zu wollen. Denn auch von der millionenfachen

Priesterschaft des Lamaismus wird das ganze Register der

dialektischen Tätigkeiten bespielt und zwar von Entitäten, die im

allgemeinen ganz gute Absichten damit verbinden. Es ist nur eine

kleine Gruppe, die wirklich weiß, worum es geht und die hinter den

Kulissen an den Fäden zieht.

Das ganze dialektische Leben ist ein Scheindasein, eine Illusion,

eine Unwirklichkeit. In diesem Scheinleben gibt es verschiedene

Nuancen des Wahns. Nun ist es so, daß die Einflüsse, die Sie

aufnehmen, ganz an den Wahnzustand anknüpfen, in

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dem Sie sich befinden. Angenommen, daß Sie zu dem humanistischen

Typus gehören, dann wird man Ihnen nicht mit Worten und

Impulsen kommen, die einem ganz anderen Menschentyp eigen sind.

Es würde sich sofort der Widerstand in Ihnen erheben. Auf diese

Weise geschieht die Anknüpfung bei allen Menschentypen:

religiösen, okkulten, materialistischen, wissenschaftlichen usw.

Man kann daher mit Sicherheit sagen, daß, wenn die eine oder die

andere der mächtigen Weltbruderschaften über die ganze Welt und

die gesamte Menschheit Einfluß ausüben und Macht besitzen will,

diese alle Formen des Wahns mit Erfolg zu suggerieren befähigt sein

muß. Sie werden daher ohne Schwierigkeit sofort feststellen können,

daß alle Bestrebungen dieser Welt, der ganze Chor der scheinbar so

gegensätzlichen Stimmen und all die verschiedenen Strömungen, im

tiefsten Wesen aus der gleichen Quelle stammen, denn:

alle Impulse weisen hin auf diese Welt, auf diesen Kosmos, auf

diese Natur, auf diesen Menschen, auf unser Ich;

sie weisen hin auf alle Möglichkeiten, die darin enthalten sind und

die durch Entwicklung frei gemacht werden müssen;

sie weisen darauf hin, daß durch einen guten Willen und durch ein

gutes Bestreben aller, durch harte Arbeit und viel Selbstaufopferung,

durch gegenseitige Liebe oder mit der Hilfe unseres lieben Herrn,

alles in kurzer Zeit in Ordnung gebracht werden kann und in

Ordnung gebracht werden wird;

wenn wir nur gut zusammenarbeiten, einander die Hand reichen,

einander nicht so schlecht verstehen, einander auch etwas gönnen,

einander helfen, dann wird alles gut werden.

Solche Gesänge, die sicher nicht von den Lohan stammen, dienen

alle zur Erhaltung des Wahns, werden ständig in allen Tonarten zu

Gehör gebracht, in stets erhöhtem Maße, weil große Angst und

unsagbare Lebensnot bei denen besteht, die

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hinter den Kulissen stehen und an den Fäden ziehen. Denn die Zeiten

spitzen sich zu, und diese Weltperiode nähert sich ihrem Ende.

Während die kosmische Nacht sich über Welt und Menschheit

auszubreiten beginnt, wird durch all diese naturmagischen Gesänge

unsere kollektive und indivi duelle Lebenssphäre vergiftet. Die ganze

Menschheit geht schwer gebückt unter diesem Gift der Dämonen.

Erinnern wir uns nochmals dessen, was wir bezüglich der

Kettenreaktion im alchimischen Offenbarungsprozeß der Natur, in

dem wir gefangen sind, an dem wir körperlich automatisch teilhaben,

sagten. Gefangen in einem Wahn, geboren aus einem Wahn, ist unser

Denken ein Klischeedenken oder außerordentlich spekulativ.

Dasselbe gilt von unserem Wollen, unserem Verlangen und unserem

Tun. Die Kettenreaktion, die beim widerspiegelnden Äther einsetzt

und bei der chemischen Form aufhört; das Weiterwirken all dessen,

was im widerspiegelnden Äther in Tätigkeit gesetzt wurde, bis zur

grobstofflichen Formgestaltung, all dieses wirkt voll automatisch.

Die Vermögen unserer Sinneswerkzeuge sind ganz darauf abgestimmt.

Unser Nervensystem wirkt, um jedem Abweichen vorzubeugen,

ebenfalls zum übergroßen Teil automatisch, denn, wie Sie

wissen, arbeitet das sympathische Nervensystem außerhalb der Kontrolle

unseres Willens. Schließlich ist das System der inneren

Sekretion ein Antennensystem, das nicht nur Eindrücke, sondern

auch Kräfte und deren Verbindungen empfängt.

Im gewöhnlichen Leben gibt es Fabriken, die Halbfabrikate

herstellen, die wiederum von anderen Fabriken zur Anfertigung von

Endprodukten gebraucht werden. Nun, in unseren indivi duellen,

siebenfältigen alchimischen Offenbarungs- und Umwandlungsprozessen

von Kraft in Stoff, macht die Menschheit nahezu alles mit

Halbfabrikaten. Der Mensch lebt nahezu völlig

22

von Halbfabrikaten, d.h. von Ätherverbindungen, die bereits auf eine

bestimmte Weise für den Verbrauch geeignet gemacht sind. Es ist

Nahrung für jede Art des Wahnes vorhanden, mit zahlreichen, im

voraus wissenschaftlich genauestens vorbereiteten Folgeerscheinungen,

man hat dieselbe nur zu schlucken.

Wir machten schon früher darauf aufmerksam, daß kein

gewöhnliches dialektisches Wesen den siebenfältigen alchimischen

Prozeß selbst leiten kann, da ein Naturgesetz dieses verhindert. Wäre

es möglich, dann würde jeder im umfassenden Sinne des Wortes

seine eigene Welt und Lebenssphäre schaffen, und das All würde

infolgedessen in einer gewaltigen Explosion untergehen. Mittels

okkulter Übungen ist es jedoch möglich, ein Hypervermögen zu

entwickeln, wodurch dieses zum Teil wohl erreicht werden kann.

Dieses Vermögen wird nun von der lamaistischen Bruderschaft

angewandt um die Menschheit und ihre Welt im dialektischen

Offenbarungsschema festzuhalten, um am Ende auf diese Weise auch

ihr eigenes Dasein behaupten zu können.

Auf welche Weise geschieht nun dieses? Das dialektische Leben

besitzt die natürliche Neigung, ebenfalls automatisch, Selbstmord zu

begehen. Etwas, was fundamental unnatürlich oder gegennatürlich

ist, geht stets einem Prozeß natürlicher Auflösung und Vernichtung

entgegen. Jeder Wahn läuft sich nach einiger Zeit fest und zerspringt.

Der menschliche Fall in die Gegennatur ist daher ursprünglich ein

Durchgangsstadium gewesen, ein spiralförmiger Gang, ein Fall, aus

dem man, ausgerüstet mit einer gehörigen Dosis nützlicher

Erfahrung, unwiderruflich wieder zur Freiheit und Auferstehung

kam. Durch diese genannte Magie aber ist dieser Spiralgang zu einer

Raddrehung geworden, die mit krampfhaften Rucken und Stößen

verbunden ist. Durch diese Magie ist unser Dasein in diesem

Lebensfelde ein trauriges, düsteres Gefängnis geworden.

23

Die betreffende Magie versucht nun, den Wahn des Menschen, der

ihn in Schmerz und Elend niederhält, in jeder Beziehung und mit

allen Nuancen unserer sogenannten Kultur zu nähren. Das Schönste

für diejenigen, die diese Magie gebrauchen, ist, daß durch diesen

Gebrauch eine Art Raketenbewegung festzustellen ist; die gesamte

Menschheit in all ihren Schattierungen kann an ihr teilnehmen und

tut dieses dann auch in der Tat.

Gedanken sind Kräfte, die Gestalt annehmen, d.h. es sind bereits

Halbfabrikate, Ätherverbindungen verschiedener Art.

Wenn in einem Buche, in einem Artikel oder einer Ansprache

Gedanken ihren Ausdruck finden, und diese dann zum Gegenstand

Ihrer Aufmerksamkeit gemacht werden, dann werden Sie dadurch in

Kontakt mit den Halbfabrikaten des Schreibers oder des Sprechenden

gebracht, und Ihre Gedanken werden auf die Assimilation derselben

abgestimmt. Wenn eine gewisse Übereinstimmung zwischen Ihrem

Typ und dem des Schreibers oder Sprechers besteht, nehmen Sie das

Halbfabrikat auf, es gelangt in Ihr Atemfeld, in Ihre Aura, und übt

seine Wirkung in Ihrem gesamten Lebenssystem aus. Dieses ist

sodann auf eine bestimmte Welle abgestimmt, auf die Welle der

übertragenen Gedanken; unser Blut hat sich damit verbunden. Der

geistige Urheber braucht dann weder ein Buch, noch einen Artikel zu

schreiben, er braucht keine Ansprache mehr zu halten um Sie zu

beeinflussen. Es kann genügen, wenn er von Zeit zu Zeit Gedanken

aussendet, die, in Übereinstimmung mit Ihrem Wahn, genau auf

Ihren Typ abgestimmt sind. Durch diese werden Sie nunmehr an eine

Raddrehung gefesselt.

Ist es Ihnen nunmehr deutlich geworden, weshalb wir von der

ekelhaften Imitation der Heilsmethode der Lohan durch den

Lamaismus sprechen ? Haben Sie nun erkannt, daß die heilige

Wissenschaft des göttlichen Liebeswerkes durch die Lohan in

24

ständiger Selbstaufopferung zur Befreiung der Menschheit gebraucht,

vom Lamaismus zur Knebelung der Menschheit nachgeahmt wird?

Die lamaistische Bruderschaft sendet Tag und Nacht aus ihrem

mächtigen Zentrum auf dem Dach der Welt, der größten und

mächtigsten Fabrik für Halbfabrikate, die die Welt besitzt, bündelweise

Gedankenstrahlen an die Menschheit: in ihrer bunten Verschiedenheit

aus. Alle diese Gedankenkräfte tragen zur Fesselung an das

Rad bei, zur Verstärkung des siebenfältigen dialektischen Prozesses,

zur Instandhaltung dieser ungöttlichen Naturordnung. Sie müssen

dazu beitragen, weil die Aussender dieser Kräfte derselben siebenfältigen

Kette, derselben alchimischen, siebenfältigen Stufenleiter

entstammen.

Es dürfte Ihnen bekannt sein, wie mittels Wort, Literatur, Presse,

Kunst und Wissenschaft die Psyche eines jeden Menschen zu einer

der zahllosen Typen geformt wird, die alle das Eine gemeinsam

haben, daß sie, ganz gleich wie, von Stunde zu Stunde mehr an das

Rad des Wahns genagelt werden. Was Sie aber vielleicht noch nicht

wußten, ist, daß alle diese genannten äußeren Dinge Begleiterscheinungen

der mächtigen Magie des Daches der Welt sind.

Wessen diese Magie fähig ist, werden wir Ihnen nun noch näher

auseinandersetzen. Die Methode ist Ihnen nun erklärt.

Am Schluß dieses Kapitels möge Ihnen deutlich sein, daß

Gedanken, die wie Halbfabrikate zu bestimmten Zwecken durch

Ätherverbindungen geformt werden, nicht nur ausgesandt oder

ausgestrahlt werden können, sondern naturnotwendig auch im

eigenen Wesen dieser Gedankenschöpfer ihre Wirkung tun. So

bewirkt die konstante mentale Vergiftung, die an der Menschheit

geschieht, gleichzeitig eine ungeheure Selbstvergiftung dieser

Magier. Mit anderen Worten: das Los der Gebun-

25

denheit, das über die Menschheit verhängt ist, wird zugleich auch der

lamaistischen Bruderschaft zuteil. All das unermeßliche Leid, das

daraus für die Menschheit entsteht, kommt auch über die, welche es

verursachen. Diese Tatsache macht deutlich, warum es von diesem

unseligen Wege kein Zurück gibt. Die Angst und der Drang zur

Selbsterhaltung treibt die lamaistische Bruderschaft, mit diesem

Werke fortzufahren und danach zu trachten, Kultur zu schaffen, die

Menschheit zu erheben, die Welt höher zu bringen, die Menschheit

„höher zu entwickeln". Darum muß sie, mit verbissener Anspannung,

danach trachten, wider besseres Wissen, in einer gewaltigen,

unermeßlichen, ununterbrochenen Aktivität den Kampf zu gewinnen.

Darum will sie das naturgesetzmäßig Unmögliche: den Naturmenschen

zum Übermenschen aufsteigen lassen. Darum geht sie den

Schicksalsgang, den Nietzsche in seinem Zarathustra geschildert hat,

und sie wird schließlich, vor dem äußersten Wahnsinn stehend, in

Verzweiflung ausrufen müssen: „Christus, Du hast doch gesiegt!"

So zeigt sich aufs deutlichste, wie die ganze Menschheit sich auf

Grund des Schicksalsganges, des organisierten Selbstbehauptungskrampfes,

ständig in Gefahr befindet.

26

4. DIE LAMAISTISCHE METHODE DER

WELTBEHERRSCHUNG (II)

Nach all dem Vorhergehenden wird es deutlich sein, daß die

Magie, bei ihrer Anwendung im dialektischen Lehen, allein im

Rahmen des siebenfältigen irdischen Offenbarungsschemas möglich

ist. Der Magier kann also, wie wir bereits sagten, operieren mit:

1. festen Stoffen,

2. flüssigen Stoßen,

3. Gasen,

4. chemischem Äther,

5. Lebensäther,

6. Lichtäther,

7. widerspiegelndem Äther.

Der wichtigste Werkstoff ist der widerspiegelnde Äther, da in ihm

alle Möglichkeiten der Formoffenbarung enthalten sind. Alles, was

sich also in einem Zustand größerer Verdichtung befindet, ist eine

Verbindung der Ursubstanz.

Die Ursubstanz ist sehr fein. Sie bildet die äußerste Grenze des

menschlichen Erfassens. Man spricht von widerspiegelndem Äther,

weil diese Substanz unter anderem die Eigenschaft besitzt,

Gedankenbilder (beachten Sie wohl: Gedanken-Bilder!) festzuhalten

und widerzuspiegeln. Diese Eigenschaft benutzt; nun die lamaistische

Bruderschaft für ihren ersten Angriff auf die Menschheit.

Alle vier Äther haben bestimmte Strömungen, Strombetten

vergleichbar, in denen sie sich bewegen. Nun gibt es Stunden und

bestimmte Planetenkonstellationen, in denen diese Strömungen sich

kräftig bewegen in der Richtung von Osten nach

27

Westen; auch gibt es Stunden und Planetenstände, die sich besonders

gut dazu eignen, bestimmte Gedankenbilder in den widerspiegelnden

Äther einzuätzen. in solchen hierfür besonders geeigneten Momenten

werden nun Ströme von Gedankenbildern der verschiedensten Art

vom Dach der Welt ausgesandt. Mit großer Geschwindigkeit

bewegen sich diese von Osten nach Westen. Der widerspiegelnde

Äther wird also mit be stimmten Ideen geschwängert, um, auf diese

Weise präpariert, eine bestimmte Atmosphäre über fast die ganze

Welt auszubreiten.

Verschiedene Gehirnzentren des Menschen, besonders die

Pinealis, sind sehr empfindlich für diesen widerspiegelnden Äther.

Man kann darum mit Sicherheit sagen, daß alle Gedankenbilder, die

in den widerspiegelnden Äther eingeprägt sind, in den Hirnen derer,

die dafür empfänglich sind, photographiert werden.

Wenn Sie einige Kenntnis vom Zustandekommen des Fernsehens

haben, dann wissen Sie, daß Bilder von engzeiliger und weitzeiliger

Art, von gröberer und feinerer Zusammensetzung, übertragen werden

können. So kann man die Bilder, die mittels der Eigenschaften des

widerspiegelnden Äthers zum menschlichen Gehirn ausgesandt

werden, unterscheiden in solche mit intensiver Vibration für

kultiviertere Gehirne, und solche mit langsameren Schwingungen für

langsamere und unkultiviertere Gehirne. Man kann Bilder

übertragen, die sich an die Sinne richten, an die Triebe, an die

Instinkte des Menschen, aber auch Bilder, die von religiöser,

okkulter, humaner oder allgemeiner Art sind. Auf diese Weise kann

man jede Art des Wahns unmittelbar in das Gehirn des Menschen

senken.

Berührt ein derartiger Eindruck unser Denkvermögen, so wird

dieser in den meisten Fällen unserem Bewußtsein übertragen. Stimmt

der Eindr uck mit der Art unseres eigenen Wahns

28

überein, dann beantworten wir den Eindruck mit reflektierenden

Gedanken, d.h. wir projizieren in Wechselwirkung unsere

Reaktionen auf den empfangenen Impuls in den widerspiegelnden

Äther. Wenn dann der Strom zu den Aussendern zurückgekehrt ist,

vermag man okkult-technisch das Resultat der Sendung

wahrzunehmen.

Ist nun auf die besprochene Weise die Verbindung mit einem

Menschen einmal hergestellt, dann geht der Prozeß der Beeinflussung

weiter.

Man sagt wohl einmal, daß jemandem von einem Gedankenbild

warm wird. Nun, dieses „Warmwerden" durch ein Gedankenbild

geschieht in der Tat! Denn wenn der Gedanke unserem Gehirn

eingeprägt ist und uns bewußt wurde, wird er sich auch dem Blute

mitteilen, d.h. er wird in unserem Blute einige Wärme erzeugen.

Dieses ist eine Wirkung des Lichtäthers. Lichtäther offenbart sich im

Blut als Wärme und macht den Menschen zu einer selbstständigen

Wärmequelle. Der Lichtäther ist es auch, der die gewöhnlichen

Funktionen der Sinnesorgane, wie Gesicht, Gehör, Gefühl,

Geschmack und Geruch, ermöglicht. Auch wird durch die

Lichtätherkräfte das Auge instand gehalten.

Sie müssen nun gut verstehen, was jetzt geschieht! Wenn aus den

Resultaten hervorgeht, daß die erste Tätigkeit im widerspiegelnden

Äther Erfolg gehabt hat, und viele von der ausgesandten Idee

angesteckt sind, fährt die lamaistische Bruderschaft in ihrer Arbeit

fort. Unter Zuhilfenahme bestimmter Tempelriten wird nunmehr eine

Lichtäther-Verbindung herge stellt.

Diese Riten werden täglich, und meistens mehrere Male am Tage,

in Tausenden von Brennpunkten, in Klöstern und Tempeln

wiederholt. Dieser Lichtäther wird erlangt durch magische

29

Tänze, durch Musik und Mantrams, durch Räucherwerk und

Konzentration. Sobald dieser Strom präpariert ist, wird er auf die

gleiche Weise, wie der vorige, von Osten nach Westen ausgesandt,

und er wird selbstverständlich mit denen in Kontakt treten, die in der

ersten Verbindung bereits erfaßt sind, gemäß dem Gesetz: Gleiches

zieht Gleiches an. Gleichzeitig wird die erste mentale Tätigkeit mit

großer Kraft fortgesetzt, denn Wiederholung, unablässige Wiederholung,

ununterbrochene Fortsetzung des Bombardements, ist im

Okkultismus eine der stärksten Waffen.

Man kann sich an den Fingern abzählen, was nun geschieht.

Würde der Mensch als Massenwesen, als Herdentier, ganz sich selbst

überlassen bleiben, dann würde sich der mentale Impuls bald wieder

verflüchtigen. Doch der Impuls wird wiederholt, nunmehr von einer

Lichtäther-Injektion begleitet, mit dem Erfolge, daß vielen buchstäblich

„warm wird" infolge des beabsichtigten Impulses. Mit

andern Worten: durch die Projektion der Idee und durch die

Lichtätherinjektion wird das ganze Haupt-Herzsystem (das nächst

dem Bewußtsein der wichtigste Teil unseres Wesens ist) gefangen

genommen. Infolge dieser Berührung zirkuliert nun die ganze Idee

der Absender im Blute und ist darin „warm geworden", d.h. sie ist

sofort beweglich und sehr aktiv.

Sich für eine Idee erwärmen, bedeutet, daß das Denken durch die

Idee gefangen ist. Für eine Sache „ein warmes Herz haben", besagt,

daß das Herz sich in demselben Zustande befindet. Diese beiden

Zustände haben zur Folge, daß die gesamte Wahrnehmung des

Menschen und die Funktion der Sinneswerkzeuge instinktiv auf die

in Frage kommende Idee abgestimmt werden, denn der Lichtäther

erzeugt und ernährt unser Sehvermögen nicht nur anatomisch,

sondern auch psvchologisch. Magisch

30

lichtätherimpulsiv sein heißt, daß wir tatsächlich an Händen und

Füßen gebunden sind; daß unsere ganze Einsicht von allem anderen,

von jeder Wirklichkeit, abgeschlossen und ganz auf das eine Ziel

abgestimmt ist, das die uns beeinflussende Macht uns gesetzt hat.

Dann sind wir zu dem erniedrigt, wozu man uns haben will: dann

sind wir Menschentiere geworden. Dann bleibt nur noch unsere

Abrichtung übrig, wie man diese z.B. mir einem Polizeihunde

durchführt.

Wenn ein Mensch auf diese Weise durch eine Lichtätherinjektion

gefangen ist, die in erster Linie durch Tempelmagie verursacht

wurde, geht der Prozeß raketenhaft weiter. Es sind dann im

allgemeinen keine Impulse von Lebensäther und chemischem Äther

mehr notwendig. Es genügen dann Anweisungen und Richtlinien.

Diese werden dem Menschen durch Figuren des zweiten Planes, die

als Autoritäten auftreten, nahegebracht; Autoritäten, die sprechen,

Bücher schreiben, oder z.B. als Geistliche in ihren Gemeinden

wirken. Das magisch präparierte Gehirn- und Gefühlswesen des

Menschen wird dann übereinstimmend mit den gegebenen

Anweisungen und Richtlinien reagieren, vermeinend, dies aus

eigener Einsicht und eigenem Gefühl zu tun, doch in Wirklichkeit

nur automatenhaft durchführend, was das Dach der Welt von ihm

verlangt.

Der Lebensäther sorgt für die Instandhaltung der Gattung und

kontrolliert z.B. die Kräfte der Fortpflanzung.

Sie wissen, daß die Moraltheologie und die Moralphilosophie

Anweisungen erläßt, wie der Massenmensch zur Erhaltung der

Gattung leben und wirken soll. Wenn Sie diese Dinge nun in einem

größeren Rahmen sehen und nicht ausschließlich biologisch, dann

werden Sie, nach dem Vorhergegangenen, verstehen, daß, wenn wir

durch die Lichtäther-Injektionen in unserer Ein-

31

sicht gebunden sind, man uns nur die eine oder andere Autorität für

unseren Zweck zu geben braucht, die bei unserem künstlich

hervorgerufenen visionären Zustand anknüpft, um den Prozeß der

Gefangenschaft dynamisch zu gestalten und zu erhalten. Wir gehen

nun dazu über, das, was wir für unsere Ideen, unsere Gefühle und

Auffassungen halten, zu verbreiten und fortzupflanzen oder wir

befähigen wiederum andere dazu, dieses zu tun. Es überkommt uns

dann ein durch die Lebensätherströme — die wir durch unsere

Reaktion selbst anziehen — erweckter und genährter Fortpflanzungsinstinkt,

ein Instandhaltungsinstinkt, der, psychologisch gesehen, rein

sexueller Natur ist, konservativ, primitiv beharrend.

Dann sind wir Sklaven geworden: dann pflanzen wir, von unten

herauf, bei anderen das fort, wozu wir durch die primäre von außen

zu uns gekommene Tätigkeit gerufen wurden. Dann hat sich die

Kette geschlossen. Zur größeren Sicherheit behält die Autorität noch

den Zustand des chemischen Äthers im Auge, der uns die Nahrungsaufnahme

ermöglicht und der die Art der Nahrung bestimmt, die wir

im allgemeinen oder in bestimmten Momenten nötig haben. Durch

das Ernährungsvorbild der Autorität und durch den Gebrauch von

Narkotika wird der Seinszustand des Menschen in einen bestimmten

Kreis eingeschlossen, denn der Wert der Nahrung wird in

Wirklichkeit nicht durch ihre Herkunft aus irgendwelchen Naturreichen

bestimmt, sondern durch ihren Gehalt an chemischem Äther

(der in einer Unzahl von Verbindungen vorkommt) und an verschiedenen

ätherischen Ölen.

Nunmehr hat die lamaistische Bruderschaft nur noch dafür zu

sorgen, daß die Beschaffenheit des chemischen Äthers, der über

unseren Ländern hängt, einer bestimmten Qualität entspricht. Tiere,

Gemüse und Früchte werden diesen chemischen Äther enthalten und,

soweit diese selbst, oder deren Produkte, uns zur

32

Nahrung dienen, oder wir auf noch andere Weise diesen Äther zu uns

nehmen, ist auch dadurch ein Erfolg für die mehrfach genannte

Bruderschaft sicher.

Sie wissen, daß manche Völker zahlenmäßig abnehmen, andere

hingegen schnell wachsen. Die Ursache hierfür liegt in der okkulten

Strategie, wobei man das Lebensätherfeld über solchen Ländern in

den gewünschten Zustand bringt.

Auf die ungeheure. Menge des Stoffes einzugehen, wozu unser

Thema die Möglichkeit gibt, ist uns in diesem Rahmen nicht

möglich, doch wollen wir Sie noch über die Ursache des Zölibats

aufklären, das der Orden der Gelbmützen und andere in unserer Welt

wirkenden Priesterschaften ihren Priesterhörigen auferlegen. Dabei

liegen keine sogenannten Motive der Reinheit oder Möglichkeiten

einer Höherentwicklung vor. Wenn man die Lebensäther-Funktionen

im Menschen gewaltsam unterdrückt, entsteht eine erhöhte Wirkung

des Fortpflanzungsinstinktes, der sich nun aber auf andere Weise

äußert. Es ent wickelt sich sodann die Hysterie der Bekehrungssucht,

ein Zustand, in dem die betreffenden Entitäten zu allem bereit und zu

allem imstande sind.

Der Wahnsinn der Glaubensverfolgungen, durch den Ströme von

Blut vergossen wurden, ist dadurch entfesselt worden. Dabei wurden

Lebensäther-Konzentrationen über jene gebracht, die im erzwungenen

Zölibat lebten. Ohne ein solches Zölibat wäre das nicht

möglich gewesen.

Wahnsinn dieser Art ist ansteckend, und so vermag ein einziger

Fanatiker eine ganze Schar Menschen zu unbedachten Handlungen

zu veranlassen und anzutreiben, ein Prozeß, der von Sexualität trieft.

So haben wir Ihnen nunmehr eine kurze Schilderung der

33

entsetzlichen Nachahmung des Heilswerkes der erhabenen Lohan

gegeben. Wir wollen zum Schluß noch einen Umstand erwähnen,

der, in der Zuspitzung der Zeiten und in dem gesetzmäßigen Verlauf

aller Dinge in diesen irdischen Gebieten begründet, dazu beitragen

wird, dem sich zum Höhepunkt seiner Macht entwickelnden

lamaistischen Magiertum Widerstand zu leisten, was den Beginn

seines unvermeidlichen Niederganges und seines Endes bedeutet.

34

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

Die Menschheit steht am Vorabend eines völlig neuen Kapitels in

der Entwicklung der kosmischen, geistigen und atmosphärischen

Revolution, in die sie seit einigen Jahren eingetreten ist.

Die vorhergehenden Auseinandersetzungen haben Ihnen Gelegenheit

gegeben zu erkennen, wie sehr die Hochebene von Tibet ein

mächtiges Bollwerk von erdgerichteten Kräften ist, und wie sehr

diese Kräfte Welt und Menschheit in Leid und Schmerz gebunden

halten. In der Entwicklung der Dinge wird nun dieses heillose

Bollwerk angegriffen, wodurch die Konzentration der Kräfte, die uns

an die Erde ketten und von denen wir sprachen, auseinandergerissen

und zerstreut wird, ein Prozeß, der sehr viele und wichtige Folgen

haben wird.

Es liegt auf der Hand, daß man seitens der lamaistischen Bruderschaft

ernstlich nach der Neugruppierung der Kräfte streben wird,

und allerlei vorbereitende Maßregeln sind dann auch bereits getroffen.

Alle diese Versuche und Vorbereitungen werden bald den

unmittelbaren Anlaß zu intensiven Manifestationen von Ätherkräften

und Ätherwirkungen bilden.

Gleichwie die chemische Sphäre der stofflichen Welt von den

verschiedensten Lebensformen bewohnt wird, so ist dies auch der

Fall mit der Ätherwelt. In diesem großen Kampfe um das Dasein, der

immer mehr den Charakter eines intensiven Selbsterhaltungskrampfes

annehmen wird, wird nun die lamaistische Bruderschaft

zuerst künstlich, mittels ihrer Magie, die nervöse Alarmstimmung,

die schon so lange in der Welt herrscht, möglichst zur Fieberglut

steigern, um am Ende die Menschheit zu

35

unbesonnenen Handlungen zu verleiten, die sie später tief bedauern

würde.

Wenn dieser Versuch mißglückt — wir hoffen es und halten es für

möglich, daß dies der Fall sein wird — wird sich in der lamaistischen

Fieberkrise ein Verzweiflungszustand entwickeln, der sich in

Verzweiflungs-Aktionen äußern wird. Diese werden sich als sehr

starke Feuererscheinungen in der Atmosphäre offenbaren, als

Begleiterscheinungen ungeheurer Willensanspannungen der Magier,

die Menschheit zu zwingen, ihrem Willen zu gehorchen.

Wir haben Ihnen geschildert, auf welche Weise Gedankenbilder,

als Folge der Eigenschaften des widerspiegelnden Äthers, diesem

Äther eingeprägt werden. Was wir dabei nicht besprachen, ist die Art

und Weise, in der die lamaistische Bruderschaft dieses Werk

verrichtet.

Auch wir ätzen ohne Unterlaß, ohne jede Anstrengung und Mühe,

unsere Gedanken in den widerspiegelnden Äther ein. Unsere, meist

unkontrollierte Gedankenarbeit, hat jedoch bei weitem nicht den

großen Einfluß, wie jene, von der wir Ihnen berichteten. Die

lamaistischen Magier verrichten dieses Werk durch bewußte

Willenskonzentration. Mittels des Willens werden die auszusäenden

Ideen so kräftig wie möglich in den Äther geätzt und zu dem

geplanten Ziel gelenkt. Der Wille ist ein mächtiges Feuer. Der Wille

ist die bedeutendste magische Kraft des Menschen. Der Wille ist das

gewaltigste Vermögen, um mit und in dem widerspiegelnden Äther

zu arbeiten. Dadurch ist der Wille aber auch zugleich eine sehr

gefährliche Kraft, denn er kann sehr leicht unserer wirklichen

Führung entgleiten. Ist das nicht recht häufig bei uns der Fall ?

Darum wird so oft großes Unheil angerichtet.

Der Wille und die Willensmagie sind aber, wie alles, auch an

36

Gesetze gebunden, sie sind durch die Naturgesetze begrenzt. So kann

der widerspiegelnde Äther, der selst kosmisches Feuer ist, durch die

Willensmagie forciert werden. Die Folge davon wird eine

Kettenreaktion verschiedener Feuererscheinungen in der Atmosphäre

sein, in den Mythen als ein Angriff von Millionen Salamandern

bezeichnet, d.h. von Wesenheiten, die den widerspiegelnden Äther

und den Lichtäther bewohnen. Diese Feuermanifestationen bewirken

eine ganz andere Zusammensetzung der Atmosphäre, wovon sehr

eigenartige Reaktionen der Menschheit die Folge sein werden. Der

Zusammenhang innerhalb des gesamten kosmischen Lebens wird

gestört werden, das Innere der Erde wird Feuer und Flammen speien,

und viele andere Ereignisse werden stattfinden, die jedoch in dem

kleinen Rahmen dieser Broschüre nicht besprochen werden können.

Durch all das Geschilderte können nun zahlreiche Fragen auftauchen.

Wie ist es z.B. möglich, daß die lamaistische Bruderschaft, die

doch so reichliche Beweise von außergewöhnlicher Intelligenz

liefert, es so weit kommen läßt? Sie kann doch weit besser als sonst

irgend einer wissen, welche Folgen das Forcieren der Naturkräfte

haben muß? Wovor haben diese Magier dann solche Angst, daß sie

in eine derartige Panikstimmung geraten können? Doch nicht vor den

Lohan, denn diese erhabene Schar göttlicher Diener nimmt keine

Rache und beginnt keinen Streit!

Die lamaistische Bruderschaft ist erfüllt von einer tödlichen Furcht

vor einer ebenfalls sehr magischen, konkurrierenden Bruderschaft,

die sich gemäß der Schicksalsvollziehung des Weltalls, bei ihrer

Tätigkeit von einer ganz ändern Einstellung leiten läßt. Auch diese ist

eine Bruderschaft rein dialektischer Art, die jedoch, im Gegensatz zu

der lamaistischen Impulsen

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von Angst-, Chaos- und Kriegsgedanken, die Idee vom absoluten

Frieden aussendet.

Sie durchkreuzt damit das Bestreben der Lamas mit wohlerwogenen

Kampfzielen, welche von weltumspannender Bedeutung

sind. Während die Lamas ihre Impulse von Ost nach West

aussenden, sendet die erwähnte konkurrierende Bruderschaft ihre

Kraftströme von Norden nach Süden über die Welt, und das mit

völlig entgegengesetzten Absichten und daher mit ganz anderen

Folgen.

Nachdrücklich sei darauf hingewiesen, daß diese Bruderschaft, die

mit ihrem lamaistischen Gegner in die Schranken tritt, absolut nichts

mit dem Orden der Lohan zu tun hat. Ihr Auftreten ist die Folge des

dieses irdische Lebensfeld beherrschenden Naturgesetzes, daß Aktion

Gegenaktion, daß eine Wirkung von Kräften Gegenkräfte erzeugt.

Eine nähere Erklärung, was man von dieser geheimnisvollen und

von den Lamas so sehr gefürchteten Gegenkraft zu halten hat,

entspricht nicht der Absicht dieser Veröffentlichung. Diese

Broschüre hat nur den Zweck, etwas Licht auf die verwirrende

Wirklichkeit des Tibet der Lamas zu werfen, und auf ihre Weise

beizutragen zu der so dringend notwendigen Besinnung auf die

tieferen Ursachen, die das Erwachen und die Selbstbefreiung unserer

in Finsternis, Leid und Machtlosigkeit gefangenen Menschheit

grundsätzlich verhindern und einstweilen für zahllose Millionen

unmöglich machen.

Der Pfad der Befreiung sei allen gewiesen, welche die tiefe Tragik

des oben Erwähnten einigermaßen begreifen und in wachsendem

Verantwortlichkeits-Bewußtsein danach verlangen, sich dem

menschenentehrenden Griff und Einfluß zu entziehen, damit sie am

großen Befreiungswerk für die Menschheit beitragen können.

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Dieser Pfad zum wirklich befreienden Menschheitsdienst wird

durch die Universelle Bruderschaft des Unbeweglichen Königreiches

- im Osten u.a. als die Lohan bezeichnet - für alle, die guten Willens

sind, offengehalten.

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EINIGE WORTERRLÄUTERUNGEN

Dialektik: Unser Daseinsfeld (sowohl auf dieser, als auch

auf jener Seite des Schleiers), unter anderem

gekennzeichnet durch das Gesetz des verbundenen

Gegensätzlichen, dem hier alles unterworfen

ist; das Werden, Blühen und Versinken,

das wir als eine ständige Zerbrechung

erleiden; unsere Welt des Scheins und der

Täuschung, des Leides, des Schmerzes und des

Todes.

Aurischer Panzer,

aurisches Wesen:

Die karmische Hülle der Persönlichkeit,

wodurch u.a. unser Typus, unsere Hemmungen,

unsere Verschlossenheit gegenüber dem

universellen Licht bestimmt wird.

Naturreligion: Die horizontal gerichtete Religiosität, welche

das Heil aus der Bejahung und Kultivierung

dieser Welt und dem gegenwärtigen Wesen

des Menschen erwartet, ungeachtet der überdeutlichen

und unzweideutigen Aussprüche

Christi: „Mein Königreich ist nicht von dieser

Welt." — „Es sei denn daß ihr wiedergeboren

werdet aus Wasser und Geist, werdet ihr das

Königreich weder sehen, noch betreten."

Gnosis: Der Atem Gottes; Gott, der Logos, der Quell

aller Dinge, sich offenbarend in und als Geist,

Liebe, Licht, Kraft und universelle Weisheit.